Flexibel auf Dunkelflaute und Hellbrise reagieren: Reverion und TUM für Deutschen Zukunftspreis nominiert
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Das Team entwickelte ein reversibles Brennstoffzellenkraftwerk, das je nach Bedarf Strom aus Biogas, Erdgas oder Wasserstoff erzeugt oder überschüssigen erneuerbaren Strom in speicherbares Gas umwandelt, im Betrieb mit Biogas sogar CO₂-negativ.
Wird Strom benötigt, erzeugt es elektrische Energie aus Biogas, Erdgas oder Wasserstoff. Steht dagegen überschüssiger Wind- oder Solarstrom zur Verfügung, arbeitet dieselbe Anlage in umgekehrter Richtung und wandelt elektrische Energie in Wasserstoff oder synthetisches Methan um. Beide Energieträger lassen sich im bestehenden Gasnetz langfristig speichern und später wieder nutzen. Der Wechsel zwischen beiden Betriebsarten erfolgt automatisch und innerhalb von wenigen Minuten. Aus einer klassischen Biogasanlage wird somit ein flexibel regelbares Kraftwerk mit nahezu unbegrenzter Speicherfunktion. Im Praxisbetrieb erreichte eine Vorserienanlage 74,2 Prozent elektrischen Wirkungsgrad, ein neuer Weltrekord für thermische Kraftwerke.
Die Idee entstand 2015 im Rahmen von Herrmanns Promotion an der TUM gemeinsam mit seinem Betreuer Prof. Hartmut Spliethoff. 2022 entstand Reverion als Ausgründung der TUM, heute beschäftigt das Unternehmen rund 220 Mitarbeitende in Eresing.
Mehr Informationen zur Nominierung und ein Interview mit dem Team von Deutscher Zukunftspreis.
Lehrstuhl für Energiesysteme