Der TUM Student Club Horyzn hat einen außergewöhnlichen Meilenstein in der GoAERO Mission erreicht – einem renommierten globalen Wettbewerb, der sich der Entwicklung und dem Bau des weltweit ersten autonomiefähigen Rettungsfluggeräts widmet, bekannt als Emergency Response Flyer.
Der Flyer muss transportierbar, sicher und vielseitig sein und mithilfe von Vertical Take-Off and Landing (VTOL) in engen Räumen manövrieren können. Und das Wichtigste: Die Drohne wird so konstruiert, dass sie Ersthelfende oder einen Patienten befördern kann oder Hilfsgüter in Städte, ländliche Gebiete und Katastrophenzonen liefert.
Die GoAERO Mission, unterstützt von führenden Partnern wie NASA, RTX und Honeywell, fordert Innovatoren weltweit heraus, lebensrettende Luftfahrtsysteme zu entwickeln, die in Katastrophengebieten, städtischen Umgebungen und entlegenen Regionen einsatzfähig sind. Der Wettbewerb umfasst drei anspruchsvolle Phasen:
- Phase 1: Einreichung eines technischen Konzepts
- Phase 2: Bau und Flug eines 35 % skalierten Prototyps
- Phase 3: Bau und Flug eines vollskalierten Prototyps
Am 3. Dezember 2025 wurde Horyzn als eines von nur acht Gewinnerteams der zweiten Phase bekannt gegeben – ausgewählt aus über 200 internationalen Wettbewerbern. Besonders beeindruckend: Horyzn ist das einzige deutsche Team und eines von nur zwei europäischen Teams, das die beiden ersten Phasen gewonnen hat. Damit festigt das Team seine Position als führender Innovator in der Luftfahrttechnik.
Der siegreiche Prototyp Isar Falke ist eine hochentwickelte Octacopter-Drohne, die bis zu 7 kg Nutzlast bei einer Fluggeschwindigkeit von 15 m/s transportieren kann. Diese Leistung zeigt nicht nur technisches Know-how, sondern auch das Engagement des Teams für praxisnahe, lebensrettende Lösungen.
Die Zukunft der autonomen Rettungsfliegerei
Nach diesem Erfolg richtet Horyzn nun den gesamten Fokus auf Phase 3: den Bau und Flug eines vollskalierten Emergency Response Flyers. Ziel ist es, die größte von Studierenden gebaute Drohne Europas zu konstruieren – mit einer Tragfähigkeit von über 80 kg, einschließlich einer lebensgroßen Puppe als Simulation eines erwachsenen Menschen. Der Bau soll noch in diesem Wintersemester abgeschlossen werden und bereitet das Team auf das große Finale im NASA Ames Research Center in San Francisco im Februar 2027 vor.
Durch die schnelle Bereitstellung und den sicheren Transport von Einsatzkräften, Patienten und lebenswichtigen Gütern können diese Fluggeräte Leben in Katastrophengebieten und schwer zugänglichen Regionen retten.