MyMachine: TUM-Studierende übersetzen Traummaschinen in digitale Modelle
Studium, Diversität |
Über ein Schuljahr hinweg entwickelten Kinder aus drei Münchner Grundschulen gemeinsam mit Lehramtsstudierenden der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Museumspädagoginnen des Deutschen Museums eigene Ideen für Maschinen. Die ausgewählten Entwürfe wurden von Studierenden des Bauingenieurwesens am Lehrstuhl für Statik und Dynamik der TUM School of Engineering and Design (ED) weiterbearbeitet und als digitale Modelle und technische Konzepte ausgearbeitet.
In Abstimmung mit den Kindern entwickelten die TUM-Studierenden geeignete Systeme, erstellten 3D-Modelle und Pläne und beschäftigten sich mit Fragen der Fertigung. „Mein größtes Learning war, die richtige Balance zwischen der Fantasie der Kinder und der Machbarkeit in der Praxis zu finden und dafür konstruktive Kompromisse zu entwickeln“, berichtet TUM-Student Johannes Stümpfl.
Für die Studierenden bot das Projekt zugleich die Möglichkeit, ihr im Studium erworbenes Wissen praktisch anzuwenden und sich direkt mit den Ideen der Kinder auseinanderzusetzen. „Besonders positiv war für mich der direkte Austausch mit den Grundschülern. Ihre unbefangene Herangehensweise an technische Fragestellungen hat mir gezeigt, wie wertvoll ein unvoreingenommener Blick auf ein Problem sein kann“, berichtet ein weiterer Teilnehmer.
Die digitalen Modelle und Pläne dienten Schülerinnen und Schülern der Beruflichen Schulen Altötting als Grundlage für die Umsetzung der Prototypen. Entstanden sind unter anderem ein Fußballtor mit Rückspielfunktion, ein Aufräumroboter, ein sich bei Regen automatisch öffnender Hut und eine Roboterschildkröte, die mithilfe Künstlicher Intelligenz Müll im Wasser erkennen soll.
Beim Festival der Zukunft im Deutschen Museum wurden die fertigen Maschinen im Juli 2026 öffentlich präsentiert.
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