Forschungskolloquium Eisenbeton / Sichtbeton / Betoninstandsetzung

17.02.2022 14:00-17:00

Veranstaltungsort: TUM / Alte Architekturbibliothek (Raum 2350) & online von 14.00-17.00 Uhr
Um Registrierung wird gebeten unter: https://tum-conf.zoom.us/webinar/register/WN_a4u7KJ0jTmm165PzgUf3fA

Im Kolloquium wird aus laufenden Forschungsprojekten zur Betoninstandsetzung berichtet. Dabei sollen besonders baudenkmalpflegerische Fragestellungen im Vordergrund stehen.

Der erste Block beschäftigt sich aus historischer Perspektive mit dem Themenfeld der Sichtbetoninstandsetzung in der Baudenkmalpflege, frühen Erfolgen und Veränderungen der Praxis seit den 1980er Jahren, sowie dem Monitoring und der Bewertung sichtbarer Spuren früherer Instandsetzungen heute.
Der zweite Block stellt die Oberflächenqualitäten von Sichtbeton in den Fokus, und deren Veränderung im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen. Vorgestellt und diskutiert werden sollen zwei Verfahren der Betoninstandsetzung, die Gegenstand aktueller Forschung und Entwicklung sind.
Neben den Berichten aus laufender Forschung laden die offenen Diskussionsrunden im Anschluss an beide Vortragsblöcke ein, die Perspektiven über die Fachgrenzen zu erweitern und mit Erfahrungen aus der Praxis zu bereichern.

Programm

14.00 Begrüßung  
     
30 min. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin
40 Jahre Betoninstandsetzung
Prof. Dr. Weber 
15 min. Zum Umgang mit historischen Betoninstandsetzungen
DFG-Forschungsprojekt
Prof. Dr. Putz / Prof. Dr.-Ing. Dauberschmidt
15 min. Die Erhaltung von Sichtbeton als historische Praxis
Dissertationsvorhaben TUM
Elisabeth Hinz
15 min. Monitoring von Instandsetzungsmaßnahmen an Sichtbetonbauwerken der Nachkriegsmoderne
DBU-Forschungsprojekt
Dr.-Ing. Steiner
15 min. Diskussion  
     
15.30 - 15.45 Pause  
     
15 min.  Holzschalungsbau und Sichtbeton
Dissertationsvorhaben TUM
Meltem Çavdar
15 min.  Betoninstandsetzung mittels textilbewehrter UPHC-Systeme
DFG-Forschungsprojekt
Prof. Dr. Middendorf / Prof. Dr.-Ing. Orlowsky
15 min.  Eisenbetonbrücke über die Mangfall
Befunde, Zustand, Ertüchtigungsmöglichkeiten – ein Zwischenbericht
Dr.-Ing. Rehm / Prof. Dr.-Ing. Fischer  
15 min. Diskussion      
     
17.00 Verabschiedung  

 
Forschungskolloquium der Professur für Neuere Baudenkmalpflege, Prof. Dr. Putz (TUM) und des Instituts für Bau- und Materialforschung, Prof. Dr.-Ing. Dauberschmidt (HM). Das Kolloquium findet im Rahmen des SPP 2255 Kulturerbe Konstruktion statt.

 

 

Gastvortrag: Georg Wasmuth, Flughafen Tegel

07.12.2021, 18:30h

Die Professur für Neuere Baudenkmalpflege lädt im Wintersemester 2021/22 zu einer Vortragsreihe zum Thema Umbaukultur und Baudenkmalpflege ein. Verschiedenen Referent*innen und Respondent*innen werden das Spannungsfeld anhand aktueller Bauvorhaben diskutieren.

TXL ist etwas Besonderes. Ein Flughafen mit hohem Beliebtheitswert. Ein Flughafen der weltweit kürzesten Wege. Ein Flughafen mit einer bemerkenswerten modernen und durchdachten Architektur. Seit 01.04.2019 gelistet als Denkmal, damals noch im Betrieb. Terminals, Vorfahrt, Taxiway, Vorfeld, Hangar, Energiezentrale, Feuerwehr, Nebengebäude bis hin zu Wolfgang Feierbachs Containern. Ein gigantisches Denkmal von 500 Hektaren Fläche und die Architekten leben noch. Aufgezeigt wird der Weg von den ersten Überlegungen zum Denkmalstatus bis hin zur »Urban Tech Republic« der Tegel Projekt GmbH. Von der Schließung des Flughafens. Von den Schwierigkeiten, sehr spät zum Denkmal erklärt zu werden. Von den denkmalpflegerischen Konzepten, denen sich die bestehenden Planungen ohne Denkmalstatus entgegenstellen. Von Copyright und Umplanungen und den Problemen der Umnutzung. Ein Blick auf die Möglichkeiten des Erhalts von Bauteilen aus den siebziger Jahren. Ein besorgter, aber hoffnungsvoller Blick in die Zukunft.

Die Vorträge mit anschliessender Diskussion finden erneut online via Zoom statt. Um Registrierung wird gebeten.
Organisation: Professur für Neuere Baudenkmalpflege

 

 

Gastvortrag: Past turned space. Archäologische Staatssammlung, Enrique Sobejano

23.11.2021, 18:30h

Contemporary intervention in historical buildings is usually a motive for controversy, probably deriving from the role that modern architecture played from the outset with regard to this matter. 

The existing buildings provide unexpected clues about how they could be transformed; they seem to reveal the genesis of its own transformation, so that ultimately realizing our work merely involves deciphering its intrinsic codes.

Renovating, adapting, or expanding a historic building means reinterpreting the original designer’s intentions, reading architecture like a palimpsest, the sum of various coexisting texts in which the traces of an earlier inscription – at times barely decipherable – are perceptible.

Time engages in a dialogue between the present and the past, where every decision acquires a meaning, not only spatial and symbolic, but also constructive and material. Architecture then becomes, as Walter Benjamin defined it, »past turned space.«

Die Vorträge mit anschliessender Diskussion finden erneut online via Zoom statt. Um Registrierung wird gebeten.
Organisation: Professur für Neuere Baudenkmalpflege

 

 

Heftvorstellung "halten, Beiträge zum neueren Bauerbe": The Adventure of the Empty House

22.11.2021, 17h

Im Sommer 2018 wurde in München das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude der Osram GmbH, 1965 nach Plänen von Walter Henn und Dieter Ströbel fertiggestellt, abgerissen. Vorausgegangen war eine langjährige Kontroverse und Zwischennutzung des Gebäudes als Flüchtlingsunterkunft. Als einer der ausschlaggebenden Gründe für die Bewilligung des Abbruchs wurde der Zustand der Fassade angeführt, der nach Meinung von Fachgutachten eine Instandsetzung und Weiternutzung des Gebäudes als unzumutbar erscheinen ließ.

Weitgehend unbeachtet blieb jedoch, dass es in München mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Deckel Maschinenfabrik von 1962 einen unmittelbaren Vorgängerbau gibt, mit weitgehend ähnlicher, intakter Fassade, ebenfalls von der Firma Josef Gartner produziert. Zwar nicht als Denkmal geschützt, war dieses Gebäude bis zum Zeitpunkt des Abbruchs des Osram Verwaltungsbaus ohne wesentliche Veränderungen geblieben. Ein Umbau, der sich auf den Ersatz der gebäudetechnischen Anlagen und Innenausstattung beschränkte, erfolgte ab Herbst 2018. Nach dem Verlust des sogenannten ›Schwarzen Hauses‹ des Süddeutschen Verlags (1963–1970) von Schreiber, Groethuysen und Sachsse, des absehbaren Verlusts des Siemens Hochhauses (1961–1963) von Hans Maurer sowie des erfolgten Abbruchs des Osram Verwaltungsbaus bot der ebenfalls von Henn entworfene Verwaltungsbau der Deckel Maschinenfabrik eine der letzten Gelegenheiten für die Dokumentation eines den überragenden amerikanischen Vorbildern Mies van der Rohes oder Skidmore, Owens & Merills verpflichteten Bauwerkes der Wirtschaftswunderzeit in München.

Die Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Deckel Maschinenfabrik konnte aufzeigen, dass dem Gebäude in vielfältiger Weise die Rolle eines missing link zukommt, zwischen der Adaption der amerikanischen Vorbilder und deren eigenständiger Weiterentwicklung in Deutschland – zwischen den Verwaltungsgebäuden der Inland Steel Corp. in Chicago oder der Pepsi Corp. in New York und dem Verwaltungsbau der Osram GmbH. In dieser Kette von Problemlösungen (George Kubler) kommt dem äußerlich typischen Vertreter eines Verwaltungsgebäudes mit vorgehängter Aluminium- Glas-Fassade ein besonderer Platz zu, da hier erstmals von Friedrich Deckel, Walter Henn und den Brüdern Schnelle Konzepte einer zeitgemäßen Büroorganisation diskutiert und in kleinem Maßstab verwirklicht wurden, die später unter dem Begriff der ›Bürolandschaft‹ als folgerichtige und eigenständige Weiterentwicklung des open space office floors zusammengefasst wurden. Nicht zuletzt daraus ergibt sich das besondere Alleinstellungsmerkmal des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Deckel Maschinenfabrik, das gleichwohl heute weitgehend nur noch in seiner Rohbaustruktur und äußeren Fassadenschicht originär überliefert ist.

halten, Beiträge zum neueren Bauerbe
The Adventure of the Empty House
Ausgabe 01/2021

Hrsg.: Prof. Dr. Andreas Putz
TUM, Professur für Neuere Baudenkmalpflege
Verlag: Geymüller
ISBN: 978-3-943164-60-2

Wann 
22.11.2021, 17.00 – 19.00 Uhr
Heftvorstellung mit Gästen

Wo 
Buchhandlung Werner
Theresienstraße 66
80333 München

 

 

Gastvortrag: Umgang mit denkmalgeschütztem Bestand am Beispiel des Dreischeibenhauses, Gerhard Feldmayer (HPP)

09.11.2021, 18:30h

Das Dreischeibenhaus begründete 1960 das internationale Renommée von HPP und manifestiert seither unsere Auffassung von werthaltiger Architektur. Bereits 1988 wurde das Gebäude als eine der Ikonen der deutschen Nachkriegsarchitektur unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Kernsanierung 1994 im Auftrag des damaligen Eigentümers und Nutzers Thyssen Krupp hat HPP das sogenannte Dreischeibenhaus von 2011 bis 2015 erneut revitalisiert. Dieses Mal lautete die Aufgabenstellung, aus einem eigengenutzten Bürohaus eine Multi-Tenant Immobilie für den kommerziellen Immobilienmarkt zu machen.

Unsere Haltung stützt sich dabei auf die Vereinbarkeit der berechtigten Anliegen des Denkmalschutzes und der Notwendigkeit einer zukunftsfähigen Nutzungsmöglichkeit. Die Würde und der Geist von Gebäuden, die in herausragender Weise für ihre Zeit stehen, bleiben unangetastet. Neben dem Dreischeibenhaus konnten wir einer ganzen Reihe von ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Landmarken wie dem Finnlandhaus und dem Unilever Haus in Hamburg (beide auch ursprünglich von HPP geplant), oder dem ehemaligen Commerzbank-Hochhaus von Paul Schneider-Esleben in Düsseldorf zu einem zweiten Leben verhelfen. Dies ganz im Sinne ihrer ursprünglichen Schöpfer, denen schon damals klar war, dass typologische Klarheit und Funktionalität nicht im Widerspruch zu architektonischer und städtebaulicher Qualität stehen.

Die Vorträge mit anschliessender Diskussion finden erneut online via Zoom statt. Um Registrierung wird gebeten.
Organisation: Professur für Neuere Baudenkmalpflege

 

 

Gastvortrag: Oliver Seidel, Lysbüchelareal

26.10.2021, 18:30h

Insitu arbeitet seit über 20 Jahren im Bestand und hat dabei vor allem den Erhalt von Gebäuden im Sinne der Energieeinsparung, Abfall- und CO2-Vermeidung im Blick. Weiterbauen, Weiter- und Wiederverwenden gab und gibt es eigentlich schon immer und hat erst mit dem Wohlstand durch die Industrialisierung an Bedeutung verloren. Mit unserem (neuen) Umweltbewusstsein rückt ReUse wieder in den Fokus, prägt das Bauen und beeinflusst vielleicht sogar die zeitgenössische Architektur.

  • Referent: Oliver Seidel (Baubüro in situ)
  • Respondent: Anette Busse

Die Vorträge mit anschliessender Diskussion finden erneut online via Zoom statt. Um Registrierung wird gebeten.
Organisation: Professur für Neuere Baudenkmalpflege

 

 

Vortragsreihe: ... about being careful. Positionen zum Bestand

WS 2021/22

Die Professur für Neuere Baudenkmalpflege lädt im Wintersemester 2021/22 zu einer Vortragsreihe zum Thema Umbaukultur und Baudenkmalpflege ein. Verschiedenen Referent*innen und Respondent*innen werden das Spannungsfeld anhand aktueller Bauvorhaben diskutieren.

Es sind heute Selbstverständlichkeiten in der Architektur: wir wollen nachhaltig mit dem Baubestand umgehen, das Vorhandene als materielle und kulturelle Ressource nutzen und weiterentwickeln, es stabilisieren gegen die Herausforderungen des Klimawandels. Wir verwenden wieder, was schon vorhanden ist und sich aneignen lässt. Wir behaupten eine Kultur des Umbauens.

Baudenkmalpflege erscheint da manchen als ein alter Hut. Wenig zukunftsorientiert, so der Vorwurf. Dabei liegt ihr Arbeitsfeld schon lange da, wo andere jetzt Neuland entdecken. In der Reparatur und im pflegenden Umgang mit den Dingen, die da sind. In der Schaffung langfristiger Perspektiven für das Gewordene und auf uns Gekommene.

Entscheidend ist der Unterschied zum Neubau. Egal, aus welcher Perspektive wir uns dem Bestand nähern, wir haben uns in Planung und Bau stets ganz konkret mit dem auseinanderzusetzen, was wir vorfinden. Darin liegt das Risiko, daraus erwachsen die Herausforderungen. Der Architekt Robert Smithson hat dies einmal als Potential und Selbstverständlichkeit charakterisiert: »as found is a small affair, it’s about being careful.«

Aber was heißt es in der konkreten baulichen Situation, aufmerksam zu sein, vorsichtig das Alte und Neue abzuwägen, Rücksicht zu nehmen und zu pflegen, was erhaltenswert ist? Wie viel Erhaltung ist möglich bei neuen Anforderungen an den Bestand? Was lässt sich überhaupt weiter- und wiederverwenden? Was lernen wir aus den bisherigen Erfahrungen mit dem Bestand? Wir wollen diesen Fragen anhand von vier aktuellen Bauvorhaben nachgehen und im Spannungsfeld von Umbaukultur und Baudenkmalpflege diskutieren.

Bitte klicken Sie hier, um weitere Informationen zu erhalten.

 

 

Rückblick Zukunft Bau Kongress November 2021

Welchen Beitrag kann die Bauwelt zu den Herausforderungen des Klimawandels leisten und wie kann die Bauwende gestaltet werden? Welche Handlungsräume sind relevant, und welche Positionen zum Umgang mit Ressourcen, Bestand und Neubau sind in diesem Zusammenhang wichtig? Auch Mitglieder des TUM Department Architektur waren mit Beiträgen zum Thema auf dem diesjährigen Zukunft Bau Kongress vertreten.

Der Zukunft Bau Kongress am 18. und 19. November 2021 beschäftigte sich mit nichts Geringerem als der Bauwende. Mit spannenden Reflexionen, Visionen und Bauwerken öffneten die Referenten neue Denk – und Lösungsräume zu diesem Thema. Im ehemaligen Bonner Plenarsaal des Deutschen Bundestages luden das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein, gemeinsam mit hochkarätigen Podien diesen Fragen nachzugehen und neue Lösungsansätze zu diskutieren. Pandemiebedingt wurde der Zukunft Bau Kongress als Livestream durchgeführt. Über 3.500 Zugriffe und eine Vielzahl von Zuschauerfragen zeigten das rege Interesse am fachlichen Austausch. 

Prof. Thomas Auer (Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen) hielt einen Vortrag im Forum 2: Handlungsansätze für eine Gebäudewende und Prof. Dr. Andreas Putz (Professur für Neuere Baudenkmalpflege) im Forum 3: Forschung für eine neue Praxis. Beide nahmen auch an zwei der Panels und der Abschlussdiskussion, teil. Stadtbaurätin und TUM Honorarprofessorin Prof. Dr. Elisabeth Merk war beim Forum 4 vertreten. 

Alle Videos der Vorträge und Panels sind jetzt auch online verfügbar. 

 

 

Seventh International Congress on Construction History, Lisbon

12.-16.07.2021

The 7ICCH – Seventh International Congress on Construction History will be online and broadcast live from Lisbon, Portugal, on 12–16 July 2021. The event aims to provide a forum for researchers from all backgrounds to present the results of their work in the sphere of Construction History.

We are what we build and how we build; thus, the study of Construction History is now more than ever at the centre of current debates as to the shape of a sustainable future for humankind.

Under the main theme “History of Construction Cultures”, the Congress will provide an opportunity to celebrate and expand our understanding of the ways in which everyday building activities have been perceived and experienced in different cultures, times and places.

The 7ICCH is the first congress convened under the aegis of the International Federation of Construction History, founded in July 2018 in Brussels. The first edition of the International Congress on Construction History took place in Madrid in 2003. Since then, it has been a regular event organized at three-year intervals: previous editions were held in Cambridge (2006), Cottbus (2009), Paris (2012), Chicago (2015) and Brussels (2018).

The Congress is focused on the history of building construction and although the cross-over with other disciplines is strongly stimulated, the Congress will not accept papers that focus solely on the history of technology, architectural history, architectural theory or conservation and repair.

The following papers from the Professorship of Recent Building Heritage Conservation will be presented in the congress:

Meltem Çavdar
Who built the timber formwork for fair-faced reinforced concrete?

Susanne Brunner
Transparent acrylic constructions before and after 1950 - from the 1935 Opel Olympia to the 1972 Olympic roof

Rouven Grom, Andreas Putz
The 1968 Integrated Facade System by Josef Gartner

Provisional Programme is available in PDF

When:
12.-16.07.21

Where:
Online, Anmeldung unter http://www.7icch.org/

 

 

Fünfte Jahrestagung der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte 2021

10.-11.06.2021

Materialgerechte Konstruktionen gelten als Ziel und Herausforderung im Bauwesen. Viele historische Konstruktionen sind «materialgerecht» – von altrömischen Opus caementicium-Gewölben mit abgestufter Verwendung leichter und schwerer Zuschläge bis zum klassischen Polonceau-Dach aus Holz, Guss- und Schmiedeeisen. Doch woher weiß man, dass eine Konstruktion materialgerecht ist? Sind empirisches Wissen zum Material sowie elementare Fähigkeiten der Analyse eines geplanten Tragwerks schon ausreichend? 

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die fünfte Jahrestagung der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte 2021, die online in Zusammenarbeit mit dem Institut für Denkmalpflege und Bauforschung (IDB) der ETH Zürich am 10. und 11. Juni 2021 ausgerichtet wird. Vortragende sind unter anderem Joram Tutsch von der Professur für Structural Design und Kilian Wolf vom Lehrstuhl für Baugeschichte, historische Bauforschung und Denkmalpflege, Meltem Çavdar sowie Susanne Brunner von der Professur für Neuere Baudenkmalpflege .

Die 5. Jahrestagung der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte findet digital über Zoom statt. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, um Anmeldung bis Sonntag den 6. Juni 2021 wird gebeten. Der Link zur Konferenz wird am 7. Juni an alle registrierten Personen verschickt. 

Wann:
10.-11.06.21

Wo:
Online, Anmeldung unter www.bautechnikgeschichte.org

 

 

Workshop r e u s e d

Workshop 1. Wednesday, July 10 2019, 17.00 – 18.30
Workshop 2. Wednesday, July 17 2019, 17.00 – 18.30

The Workshops will take place at the ARI Space, Room 0250, Building 0502
for participation please sign up via email to europa@mytum.de

 Together with Bill Addis, who kindly will give input on the subject from an international perspective, we suggest the following thematic focus and outline:

Workshop 1. Initiatives for reuse. knowledge and databases of modern building materials and components

A   Introduction: Thematic Overview
three levels of reuse: reuse in situ, reconditioning / destruction and reuse of elements/components / demolition and construction from reclaimed materials design for deconstruction, manufacture with reclaimed materials building materials information and modeling, „digital twin“: cycles of adaptation and repair of materials and components, „housekeeping“ conservation science, material studies

B   Review of initiatives presentation by Bill Addis about studies and guides at UK and Belgium Andreas Putz, Thomas Danzl (Swiss and German projects and experience)

C   Opportunities for TUM initiatives identify relevant German experience, relevant precedent (German & elsewhere) opportunities for research and implementation from existing TUM work identify new areas for research and implementation, including collaboration with others

Workshop 2. Engaging with users / reusers.

A   Introduction: meet external demand and regulations

B   Review of one such initiative presentation by Bill Addis about CIRCE

C   Opportunities for TUM initiatives identify potential users / clients of REUSED identify TUM resources (related to REUSED) that could be made available / exploited identify fundable opportunities for exploiting existing TUM work identify new areas for implementation / exploitation of TUM resoruces, including collaboration with others

 

 

Vortragsreihe: über das neue bauen hinaus. lernen aus dem umgang mit der moderne

SS 2019

Vortragsreihe der Professur NB, Prof. Dr. Putz, und des Lehrstuhl RKK, Prof. Dr. Danzl
SS 2019
jeweils Dienstags 18.30 - 20.00, Raum 2370 

Die allgemeine Vorstellung der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit wird geprägt durch eine Reihe ikonischer Bauwerke. Sicherlich dazu gehören Walter Gropius Bauten des Bauhaus in Dessau, oder Mies van der Rohes Haus Tugendhat in Brünn. Zum anerkannten Erbe des Neuen Bauen gehören auch die Bauten Erich Mendelsohns, sowie die keinesfalls mehr unbekannten Beispiele einer ‚anderen‘ Moderne, etwa O. R. Salvisbergs Maschinenlaboratorium der ETH Zürich.
Bedeutsam und von Interesse sind diese Objekte jedoch nicht nur als architekturhistorische Zeugnisse ihrer Entstehungszeit, sie verweisen auch auf beispielhafte Projekte denkmalpflegerischen Umgangs mit dem baulichen Erbe der Moderne in den letzten Jahrzehnten. Eine Besonderheit dieser Projekte ist, dass sie unser Bild der ‚klassischen Moderne‘ vielfach verändert haben. Jedenfalls initiierten ihre Erhaltung eine erneute, kritische Auseinandersetzung mit der Architektur der Zwischenkriegszeit; wie sie auch ihre positive Wertung und öffentliche Aneignung beförderten, die aktuell im Bauhausjahr kulminiert.
Vor welchen planerischen, gestalterischen, konstruktiven und denkmalpflegerischen Herausforderungen stand man bei der Instandsetzung und Restaurierung? Welche neuen Erkenntnisse haben sich aus dem baulichen Umgang mit den Objekten ergeben? Welche Lehren können aus diesen Projekten für die Zukunft gezogen werden? Wie dauerhaft oder erfolgreich haben sich einzelne Maßnahmen erwiesen? Was lässt sich auf den Umgang mit dem baulichen Erbe der Nachkriegszeit übertragen, und was nicht?
Kurze baugeschichtliche Einführungen stellen die jeweiligen Objekte vor und leiten die Gastvorträge ein, die die Instandsetzung- und Restaurierungsprojekte vorstellen. Im anschließenden Gespräch sollen konkrete Einzelfragen der Erhaltung und Denkmalpflege ebenso diskutiert werden wie allgemeine Erkenntnisse für den Umgang mit dem bedeutsamen Bauerbe des letzten Jahrhunderts.

 

 

The Adventure of the Empty House

Audiovisuelle Installation & Podiumsgespräch

22.03.2019
18.30h Begehung
19:30h Podiumsgespräch
Licht-, Bild- und Toninstallation EG-OG6 Musikperformance & Apéro OG6 bis 22.30h

Deckel Maschinenfabrik
Plinganserstraße 150
81369 München


Podium: Gunter Henn (HENN), Vilma Pflaum (V P Photography), Muck Petzet (Muck Petzet Architekten), Jürgen Meyer (Neuhof Schulen), Gita Cooper-van Ingen (Der Greif), Burkhard Körner (Bayrisches Landesamt für Denkmalpflege); Moderation: Andreas Putz

Im München der frühen 1960er Jahre entstehen kurz nacheinander zwei Verwaltungsgebäude des Architekten Walter Henn. Die Bauten der Osram Forschungszentrale in Untergiesing und der Deckel Maschinenwerke in Obersendling gleichen sich wie Zwillinge, aber mit ungleichen Schicksalen. Von der Osram Forschungszentrale verbleiben nach dem Abriss 2018 nur noch die ikonischen Fotografien Heinrich Heidersbergers, das Verwaltungsgebäude der Deckel Maschinenwerke wird aktuell einer neuen Nutzung zugeführt.
In Zusammenarbeit mit der Fotografin Vilma Pflaum, dem Komponisten Benedikt Brachtel und der Organisation für zeitgenössische Fotografie „Der Greif“, entwickelt die Professur für Neuere Baudenkmalpflege eine multimediale Installation bei laufender Baustelle. Am Abend der Veranstaltung erleuchtet das Deckel Gebäude in Anlehnung an das bekannte Nachtbild Heidersbergers. Der Blick auf die Außenfassade wird so zur Reminiszenz an die Architekturfotografie der 1960er Jahre. Eine Bild- und Toninstallation lässt sieben Etagen mitten im Umbauprozess zu einem Diskurs zwischen Betrachter, Kunst und Bausubstanz werden. Die ständige Verhandlung zwischen Bauwerk und sich verändernden Anforderungen wird greifbar, der oft vorbelastete Blick auf die Bauten der 1960er Jahre, die Fragen des Umgangs mit dem Bestand und dessen Rezeption werden in einer Podiumsdiskus-sion hinterfragt. Direkt auf der Baustelle setzen sich alle Akteure im Dialog zwischen Altem und Neuem, mit Themen der Prozesshaftigkeit, des Mashups und der Collage auseinander. Zu diesem einmaligen Anlass öffnet das im Umbruch stehende Areal der ehemaligen Deckel Maschinenwerke in Obersendling seine Türen für Besucher.

 

 

NBJB Workshop | 28.09.2018 | 14-20H | Vorhoelzer Forum

PROGRAMM

Zum Auftakt der Reihe aus vier Workshops werden die Themen Erfassung, Inventarisierung und architektonischer Umgang mit Bestandsgebäuden aufgegriffen. In einem einleitenden Vortrag stellen Mitglieder des DFG Netzwerks NBJB 1945+ die Herangehensweisen und Ziele der Vernetzung vor. Die folgenden Vorträge widmen sich in mehrschichtigem Sinn dem Erfassen von Bestandsgebäuden: Die erste Session nimmt den metrischen bzw. quantitativen Aspekt des Erfassens zum Anlass neue Messmethoden, Dokumentationswerkzeuge oder Erfassungskriterien aufzuzeigen. Die mittlere Session wird geprägt von zwei wichtigen Sonderthemen, ohne die eine ganzheitliche Betrachtung des Bestands und zukünftiger Umgang nicht möglich wären. Hier spannt sich der Bogen von der Restaurierung und Konservierung zur Translozierung als letzter Möglichkeit des Erhalts. Schlusspunkt der Veranstaltung sind zwei Vorträge zur qualitativen Erfassung von Bestandsgebäuden. Aus dem umfassenden Verständnis des Bestehenden heraus, das nur durch Bauforschung erlangt werden kann, entwickeln sich Positionen und Strategien des Weiterbauens: fraglos eine der drängendsten entwerferischen Herausforderungen unserer Zeit.

reused lädt alle Interessierten zum interdisziplinären Kolloquium am 16. November 2017 ins Vorhoelzer Forum der TUM ein!
Hier geht´s zum Programm des reused.TUM Kolloquiums

Es steht außer Frage, dass der bestehenden Baustruktur in naher Zukunft eine Schlüsselrolle zukommt. Historische Bauten sind als materielle Zeugnisse unserer Vergangenheit identitätsstiftend für zukünftige Generationen. Eine der drängendsten Herausforderungen des Bauwesens ist eine umfassende Analyse des baulichen Bestands mit einer kritischen und dennoch ergebnisoffenen Bewertung der Erhaltungsmöglichkeiten. Die Bündelung der Kompetenzen in reused.TUM.de trägt dem zukünftig steigenden Bedarf an speziell ausgebildeten Architekten, Ingenieuren und Restauratoren im Bauwesen für den werteorientierten Umgang mit bestehenden Bauwerken Rechnung. Durch die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination universitärer Ausbildung und Forschung in allen beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen Architektur, Restaurierung und Konservierungswissenschaft sowie Bauingenieurwesen hebt sich die TUM von bisherigen Forschungs- und Lehransätzen zu „Bauen im Bestand“ ab. Vergleichbare Cluster finden sich nur in Belgien und Großbritannien. Die gemeinsame Forschung soll Methoden entwickeln, die global für den Umgang mit bestehender Bausubstanz anwendbar sind und in analytischer, konservatorischer wie gestalterischer Hinsicht Maßstäbe setzen. Mit der Kompetenzbündelung für Fragestellungen aus Bauingenieurwesen, Architektur, Restaurierung und Konservierungswissenschaft sowie Kunsttechnologie soll sich an der TUM eine zentrale Informationsstelle für die Fachwelt, Behörden, Politik und Medien entwickeln, damit aus Geschichte Zukunft werden kann.