Bauingenieurwesen M. Sc.

Die Tätigkeit des Bauingenieurs lässt sich vorwiegend als Konstruieren und Berechnen der baulichen Elemente und ganzer Baugruppen sowie der Umsetzung der Planung in die Wirklichkeit beschreiben. Ein stark wachsendes Einsatzgebiet des Bauingenieurs ist zudem die Umwelttechnik. Grundsätzlich sind die Aufgaben des Bauingenieurs sowohl aus Gründen der Ökologie als auch der Ökonomie unter allen Ingenieurberufen am weitesten gefächert. 

Der Masterstudiengang Bauingenieuerwesen vertieft das bereits vorhandene Fach- und Methodenwissen, welches im Bachelorstudium Bauingenierwesen oder eines ihm artverwandten Studiengangs erworben wurde. Bauingenieurinnen und Bauingenieure sind als Angestellte, Freiberufler:innen und Beamtinnen bzw. Beamte in Bauunternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Ingenieurbüros, Verkehrsunternehmen, in der Immobilienwirtschaft sowie in vielen interdisziplinären Arbeitsfeldern tätig. Sie arbeiten in Teams und organisieren oft die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen.

Was Sie lernen

Bauingenieurinnen und Bauingenieure befassen sich mit der Konzeption, Planung, Herstellung und dem Betrieb von Bauwerken und Infrastrukturen (Verkehr, Ver- und Entsorgung) auf ingenieurwissenschaftlicher Basis. Konzipieren, Planen, Berechnen, Konstruieren und Organisieren sind wichtige Tätigkeitsmerkmale. Sie beschäftigen sich insbesondere mit:

  • Konstruktionen aus Beton, Stahl, Holz und Glas (z.B. Hochbauten, Dämme, Brücken und Tunnel)
  • Infrastruktursystemen (z.B. Wasserver- und Entsorgung, Verkehrssysteme)
  • Umweltschutz und regenerativen Energien (z.B. energetische Sanierung, Geothermie und Wasserkraft)
  • der Sicherheit vor Naturgefahren (z.B. Hochwasserschutz und erdbebensicheres Bauen, Brandschutz)
  • dem Management anspruchsvoller Abläufe (z.B. Genehmigungsverfahren, Baustellenmanagement, Bauen im Bestand, Bauen unter Aufrechterhaltung von Verkehrsflüssen)
  • der Optimierung in Hinblick auf Sicherheit, Komfort, Energiebedarf, Behaglichkeit, Nachhaltigkeit, Kosten

Informationen zum Studium

Der Masterstudiengang Bauingenieurwesen umfasst insgesamt vier Semester, in dessen Verlauf 120 Credits erbracht werden müssen. 30 Credits davon werden durch die Masterarbeit erreicht. Es werden sowohl deutschsprachige als auch englischsprachige Module angeboten. Die Unterrichtssprache richtet sich nach der Sprache des gewählten Moduls. Die Studierenden sind in ihrer Wahl frei und wählen in der Regel nach fachlichem Interesse und Neigung die Module und nicht nach Unterrichtssprache. Es erfolgt keine durchgängige Festlegung auf eine Unterrichtssprache. Abhängig vom Wahlverhalten kann aber durchgängig auf Deutsch oder Englisch studiert werden oder zweisprachig.

Das Berufsfeld der Bauingenieurin bzw. des Bauingenieurs ist sehr weit gefächert, was sich im Studienangebot niederschlägt. Um das Berufsfeld in seiner Breite im Lehrangebot darstellen zu können, sind 22 Vertiefungsrichtungen im Angebot. Durch die Wahl von vier Vertiefungsrichtungen legen die Studierenden ihr individuelles Studienprofil fest. Die vierte Vertiefungsrichtung kann durch eine individuell gestaltbare Querschnittsvertiefung ersetzt werden.

Die Querschnittsvertiefung kann aus dem Bereich der Architektur, des Maschinenbaus, oder z.B. auch der Informatik kommen. Als weitere Möglichkeit kann sie dazu genutzt werden, die anderen drei Vertiefungsrichtungen mit weiteren, sinnvoll gewählten Lehrangeboten (Modulen) des Bauingenieurwesens zu ergänzen.

Um die Studierenden im Laufe ihres Studiums bestmöglich begleiten zu können, wird eine der Vertiefungsrichtungen zum Leitfach ernannt. Der Betreuer dieser Richtung übernimmt eine Mentoren-Tätigkeit und soll den Studierenden unterstützen und beraten, insbesondere auch in Hinblick auf die sinnhafte Auswahl der Vertiefungsrichtungen. Das Leitfach achtet damit aber nicht nur auf eine berufsbildbezogene Wahl der Studieninhalte sondern auch, z. B. bei einem Auslandsaufenthalt, auf die Passgenauigkeit der gewählten Inhalte bzw. Module für die jeweilige berufliche Vision des Kandidaten. Bei der Wahl einer Querschnittsvertiefung ist dies besonders wichtig, da dort die Pflicht- und Wahlmodule durch das Leitfach genehmigt werden müssen.

Jede Vertiefungsrichtung wird durch verpflichtende und frei wählbare Module gestaltet. Verpflichtende Module einer Vertiefungsrichtung spiegeln sich im Pflichtmodulkatalog wider, der einen Umfang von 12 ECTS besitzt. Durch diesen Pflichtmodulkatalog wird garantiert, dass das für die entsprechende Vertiefungsrichtung erforderliche Grundwissen erworben wird. Dieses Grundwissen kann durch Wahlmodule der entsprechenden Vertiefungsrichtung erweitert werden. Der Umfang der zusätzlich zu belegenden Wahlmodule je Vertiefungsrichtung muss mindestens 6 ECTS betragen. Dadurch wird gewährleistet, dass zum Grundwissen auch wirklich eine Vertiefung im gewählten Bereich stattfindet. Bei einer Querschnittsvertiefung beträgt die Anzahl der Pflichtmodule auch 12 ECTS, die Anzahl der Wahlmodule 9 ECTS.

Zu den in den Vertiefungsrichtungen erbrachten Wahlmodulen müssen die Studierenden 12 ECTS aus dem gesamten Wahlmodulangebot des Bauingenieurwesens erwerben. Bei Wahl einer Querschnittsvertiefung sind es 9 Credits. Die Studierenden erhalten damit die Chance sich in weiteren, nicht in den Vertiefungsrichtungen angebotenen Spezialgebieten des Bauingenieurwesens zu vertiefen und über die Spezialgebiete des Bauingenieurwesens hinausgehende Kompetenzen zu erwerben. Um die allgemeinbildende Komponente im Studium des Bauingenieurwesens zu garantieren, sind 6 Credits aus dem Gesamtangebot der TUM zu wählen. Bisweilen werden von den Studierenden häufig Sprachkurse belegt, die zu einer erweiterten, insbesondere im internationalen Kontext, Kommunikationsfähigkeit der Studierenden beiträgt.

Das Masterstudium wird mit der Masterarbeit abgeschlossen, welche in einer der gewählten Vertiefungsrichtungen geschrieben wird.

Im Rahmen des Masterstudiums gibt es viele Möglichkeiten, eine kurze oder längere Zeit im Ausland zu verbringen - zum Studium oder zum Praktikum. 

Neben dem beliebten ERASMUS+ Programm gibt es eine ganze Reihe weiterer Austauschprogramme. Detaillierte Informationen finden sich im Studien- Wiki.

Im Masterstudium gibt es vier Möglichkeiten im Ausland bestandene Module anerkannt zu bekommen.

Bei der Äquivalenzanerkennung wird ein Fach aus der Partneruni, für (?) ein gleichwertiges Fach aus dem Studiengang anerkannt. Dabei entscheidet der Lehrstuhl der TUM, der für das entsprechende Fach zuständig ist, auf Grundlage der beiden Modulbeschreibungen, ob die Module gleichwertig sind. Die Formulare für die Äquivalenzanerkennung erstellt die jeweilige Prüfungsverwaltung. 

Bei der Anrechnung als Partneruniversitätsmodul in der Querschnittsvertiefung oder im Bereich der Ergänzungsfächer muss kein äquivalentes Modul an der TUM vorhanden sein. Wenn die im Ausland bestandenen Module ins fachliche Spektrum des Studiengangs passen und keine Dopplung zu bereits bestandenen Modulen darstellen, können sie direkt übernommen werden. Hierzu ist ein Gespräch mit einem Mentor/ einer Mentorin erforderlich, die über die Übernahme der Module entscheiden. Im Rahmen des Masterstudiengangs können bis 30 Credits aus Wahlmodulen übernommen werden. 
Studierende, die während des Auslandsstudiums beurlaubt sind, können bis 20 Credits pro Semester aus der Partneruni einbringen, ohne dass die Beurlaubung zurückgenommen wird. 

Ein Praktikum im Ausland, das die fachlichen Anforderungen des Praktikantenamtes erfüllt, wird als Pflichtpraktikum anerkannt. Hierzu ist dennoch ein Gespräch mit dem Praktikantenamt vor dem Auslandsaufenthalt ratsam.

Die Online-Bewerbung erfolgt über das Portal TUMonline. Informationen zu Masterstudiengängen an der TUM erhalten Sie beim hier.

Der Masterstudiengang Bauingenieurwesen startet zu Beginn jedes Semesters. Die Bewerbungsfristen für das jeweilige Semester sind:

  • 31. Mai für das folgende Wintersemester
  • 15. Januar für das folgende Sommersemester

Wir raten internationalen Bewerberinnen und Bewerbern, ihre Unterlagen mindestens sechs Wochen vor Ablauf der Frist einzureichen, um frühzeitig ein Ergebnis zu bekommen. Alle bis zur Frist vollständig eingereichten Bewerbungen werden evaluiert.