Geodäsie und Geoinformation M. Sc.

Der Masterstudiengang Geodäsie und Geoinformatik befähigt zur selbständigen Bearbeitung komplexer geodätischer Aufgaben aus allen Bereichen der Geodäsie. Das bereits vorhandene Fakten- und Methodenwissen wird durch individuelle Schwerpunkte erweitert, vertieft und systematisiert. Im Rahmen des Masterstudiengangs werden aufbauend auf den Grundlagen des Bachelorstudiengangs die Bereiche Ingenieurvermessung, Photogrammetrie und Fernerkundung, Erdmessung und Satellitengeodäsie, Kartographie und Geoinformatik sowie Bodenordnung und Landentwicklung weiter vertieft. Diese Unterteilung wird in 9 Study Lines abgebildet, von denen 3 zu wählen sind. Durch vielfältige Kombinationsmöglichkeiten von Pflicht- und Wahlmodulen ergibt sich hierbei eine hohe Flexibilität und ermöglicht das individuelle Interesse an geodätischen Themen zu fördern.

Was Sie lernen

Als Absolvierende verfügen Sie neben vertieften Fach- und Methodenkenntnissen über ein ausgeprägtes Qualitätsdenken und Verantwortungsbewusstsein. Sie besitzen Verständnis für den Raumbezug und haben tiefgreifende Kenntnisse in der Planung, Erfassung, Speicherung, Bewertung, effizienten computergestützten Modellierung, Visualisierung, Nutzung und Interpretation räumlicher Information vom lokalen bis zum globalen Maßstab. Sie können Aufgaben bezogen die Einsetzbarkeit verschiedener Sensoren und Auswerteverfahren bewerten. Sie sind in der Lage, Aufwand und Ablauf von komplexen, fachbezogenen Fragestellungen einzuschätzen und diese eigenständig durchzuführen. Sie sind direkt an aktuellen Forschungsprojekten der Grundlagenforschung und der Industrie beteiligt und erwerben so bereits praktische Erfahrungen in der erfolgreichen Durchführung komplexer Projekte.

Sie erkennen interdisziplinäre Zusammenhänge zwischen den Teilgebieten der Geodäsie und ihrer Nachbardisziplinen und erweitern Ihr Wissen systematisch über Fachgrenzen hinweg. Die inhaltlichen Schwerpunkte variieren je nach den gewählten Study Lines, wobei jedoch alle den Zugang zum gesamten Spektrum der Berufsausübung erlauben.

Informationen zum Studium

Der Masterstudiengang kann als konsekutive Fortsetzung des Bachelorstudienganges in Geodäsie und Geoinformation angesehen werden, spricht aber auch Interessierte an, die Kenntnisse in einem Erststudium in einem verwandten universitären oder Fachhochschul-Studiengang erworben haben.

Der Studiengang vermittelt in einer einsemestrigen Aufbauphase zusätzliches Grundlagenwissen und im anschließenden zweisemestrigen Vertiefungsstudium wissenschaftlich vertieftes anwendungs- sowie forschungsorientiertes Ingenieurwissen indem die Studierenden 3 von 9 Study Lines auswählen. Es werden folgende neun Study Lines angeboten: Navigation und GNSS, Physikalische Geodäsie und Erdsystem, Geodätische Raumverfahren, Ingenieurgeodäsie, Bodenordnung, Geoinformatik, Kartographie, Photogrammetrie, Fernerkundung.

Die Masterabsolvierenden der Geodäsie und Geoinformatik besitzen die Grundlagen vorhandenes Fachwissen systematisch zu erweitern, Prozesse in ihrer Gesamtheit zu erkennen und sie fundiert kritisch zu hinterfragen. Sie haben damit die fachliche Kompetenz erworben, Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zu übernehmen.

Im ersten Fachsemester sind vier fachliche Pflichtmodule, ein interdisziplinäres Pflichtmodul sowie Wahlmodule zu erbringen. Die fachlichen Pflichtmodule decken die Bereiche Bodenordnung, Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik, Kartographie, Photogrammetrie und Fernerkundung sowie Erdmessung und Satellitengeodäsie ab, und bereiten auf das vertiefte wissenschaftliche Arbeiten in den angebotenen Study Lines vor. Das interdisziplinäre Pflichtmodul wird in Form eines Seminars angeboten und besteht aus Vorträgen aus allen genannten Fachdisziplinen.

Für das zweite und dritte Fachsemester wählen die Studierenden 3 Study Lines aus, in denen sie sich fachlich vertiefen wollen. Für den erfolgreichen Abschluss einer Study Line müssen neben einem vordefinierten Study-Line-Kernmodul weitere Wahlmodule aus dem Wahlkatalog der Study Line absolviert werden.

Das vierte Semester ist der Master’s Thesis gewidmet. Hier fließen das erworbene Wissen und die Methodenkompetenz zusammen.

Mindestvoraussetzungen für ein Masterstudium an der TUM sind ein erster anerkannter Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) und die Auswahl über ein Eignungsverfahren. In der ersten Stufe werden dabei die Bachelor-Abschlussnote und die eingereichten Unterlagen mittels eines Punktesystems ausgewertet. In der zweiten Stufe des Auswahlprozesses werden sie je nach Höhe der erreichten Punktzahl entweder sofort zugelassen, abgelehnt oder zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Ebenso muss ein gültiger Sprachnachweis der englischen Sprache erbracht werden (bspw. TOEFL, IELTS etc.). Weitere Informationen zum Sprachnachweis und dem Einstellungsverfahren im Allgemeinen sind der Fachprüfungs- und Studienordnung (FPSO2022) zu entnehmen.

Allgemein gilt, dass Sie sich während der Bewerbungsfrist über das Bewerbungsportal TUMonline  bewerben. Sind Sie zugelassen, reichen Sie für eine Immatrikulation zusätzlich einige Dokumente als beglaubigte Kopien in Papierform ein.

Studieninteressierte, die ihre Masterzugangsberechtigung (z.B. einen Bachelorabschluss) außerhalb der EU/EWR erworben haben, müssen in der Regel vorab eine Vorprüfungsdokumentation bei uni-assist anfordern.